Künstlerhaus Jan Oeltjen e. V.
Künstlerhaus Jan Oeltjen e. V.

Leben und Werk von Elsa Oeltjen-Kasimir

Lebenslauf Elsa Oeltjen-Kasimir

 

1887-08-03 - als drittes Kind der Familie Kasimir in Pettau/Ptuj geboren

 

ab 1890 - Wohnsitz in Graz mit fortwährenden Aufenthalten in Pettau/Ptuj, um 1898 Mädchen-Lyceum in Graz, der ersten sechsjährigen Mittelschule für Mädchen der Donau-Monarchie

 

1904 - Besuch der Kunstgewerbeschule in Wien

 

1906 - Verlobung mit Edgar Paulsen (Paulsen promovierte 1910 an der Naturwissenschaftlichen Fakultät in Kiel)

 

1907 - gemeinsame Kurse mit Oskar Kokoschka

 

1908-02 - Ausstellungsbeteiligung bei der Genossenschaft der Bildenden Künstler Wiens im Künstlerhaus, erster belegter Verkauf eines Bildes

 

1908 - im Sommer Italienreise, im September Ausstellungsbeteiligung mit italienischen Ansichten an der „Jubiläumsausstellung des Vereins der Bildenden Künstler Steiermarks“

 

1909-04/06 - Ausstellungsbeteiligung bei der "XXXIII. Ausstellung der Vereinigung Bildender Künstler Österreichs Secession Wien", in diesem Jahr Ende des Besuchs der Kunstgewerbeschule

 

1910-04/07 - Ausstellungsbeteiligung bei der "XXXVI. Ausstellung der Vereinigung Bildender Künstler Österreichs Secession Wien"

 

1910 Italienreise mit der älteren Schwester Sylvia, im Juni erste Begegnung mit Jan Oeltjen

 

1910 vermutlich abermals Ausstellungsbeteiligung mit dem Hagenbund in Wien

 

1910-12 - in Wien Auflösung der Verlobung mit Paulsen und Verlobung mit Jan

 

1911-04 - Hochzeit in Jaderberg

 

1911-07 - erste Italienreise des Ehepaares (fortan jährlich bis zum Ersten Weltkrieg)

 

1911-11 - Ausstellungsbeteiligung mit dem Hagenbund im Gebäude der Secession in Wien im Rahmen der "zweiten Ausstellung der Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs"

 

1912-09-26 - Geburt von Ruth in Graz, anschließend Wohung in Wien, Himmelstraße 57

 

1913 - Abendkurs in Aktzeichnen bei Oskar Koschka, dreimonatige Pflege des lebensbedrohlich an Typhus erkrankten Jan

 

1914-08 - erste bekannte Erkrankung Elsas mit nervösen Symptomen

 

1914-12 - Fehlgeburt, monatelang Beschwerden

 

1915-04 - Jan zum Kriegsdienst einberufen, gemeinsame Wohnung im Juni in Landshut, ab August Kuraufenthalt in der Schweiz

 

1916 - seit dem Sommer mehrmonatiger (bis weit nach 1917 hinein) Berlinaufenthalt, dort u. a. Kontakt zu Franz Metzner und Wilhelm Lehmbruck; beide portraitieren sie

 

1916-08 - Eingabe eines Gesuches, Jan als Kriegsmaler zu verwenden

 

1917-02 - erster bekannter Besuch bei Kokoschka in Dresden

 

1918-01 - gemeinsamer Aufenthalt mit Jan in Pettau/Ptuj, Arbeit an einem Ölportrait von Jan, starke Auseinandersetzungen mit Sylvia

 

1918-07 - Grunderwerb in Wien, um dort zu wohnen

 

1918-08 - Jan spottet über Elsas bildhauerische Arbeit, sie habe plastisch bisher nichts wertvolles geleistet

 

1918-12 - an der Spanischen Grippe erkrankt

 

1919-10 - Beteiligung mit einem Gemälde „Kinderbildnis“ an der „Ausstellung moderner Maler (Liebermann, Slevogt, Kardorff, U. Hübner, Pechstein, Oeltjen u. a.)“ in der Hofkunsthandlung Carl G. Oncken in Oldenburg

 

1920 - vom Frühjahr bis in den Sommer Pläne, nach Wien, Salzburg oder Berlin zu ziehen; letztlich Übernahme des elterlichen Weingartens trotz ursprünglicher Weigerung von Jan

 

1922 – Ausstellungsbeteiligung im Augusteum in Oldenburg; von der Presse als „Wienerin“ bezeichnet

 

1923-06 – mindestens 13 Bilder zur "LXXII. Ausstellung der Vereinigung Bildender Künstler, Sommer-Ausstellung" in der Wiener Secession eingereicht, wieviele ausgestellt wurden, ist nicht bekannt

 

1923-04 – mehrmonatiger Hochgebirgsaufenthalt in Mittenwald, Tuberkulose-Kur

 

1924 - seit dem Sommer Wiederaufnahme der Erziehung von Ruth durch Jan und Elsa, gemeinsamer Sylt-Urlaub

 

1925 - Ausstellungsbeteiligung im Wiener Künstlerhaus

 

1926/27 – Arbeit am „Ehrenmal für die gefallenen Lehrer und Seminaristen“ in der Oldenburger Aufbauschule, Enthüllung am 1.4.1927

 

1927-01 – Ausstellungsbeteiligung in der Bremer Kunsthalle mit der "Oldenburger Vereinigung für Junge Kunst", u. a. „Bittende“, „Drei Köpfe“, „Tänzerin“ und „Mädchendoppelakt“

 

1927-12-03/04 – zweitägige Doppelaustellung mit 14 plastischen Arbeiten zusammen mit Jan Oeltjen im Gemeindehaus in Varel; insgesamt stellen beide 141 Arbeiten aus

 

1928 – Mädchenbrunnen in der Margaretenschule in Oldenburg

1928 – Sylturlaub

 

1928-11-11/25 zweiwöchige Doppelausstellung mit 24 eigenen Arbeiten zusammen mit Jan Oeltjen (51 Arbeiten) im Augusteum, Oldenburg

 

1928 - Hochgebirgsaufenthalt (Kur) in der Schweiz in Degersheim

 

1929-01 – Ausstellung mit Jan Oeltjen und Konrad Felixmüller in der "Bremer Kunstschau" im Paula-Becker-Modersohn-Haus in der Böttcherstraße in Bremen

 

1930 – Tod des Vaters Alois

 

1931-06 - Hochgebirgsaufenthalt (Kur)

 

1930/31 - Fassadenschmuck am Bremer Neustadts-Bahnhof

 

1931 – Ausstellung einzelner Plastiken durch den Deutschen Werkbund in der Böttcherstraße in Bremen sowie durch die GEDOK in Bremen

 

1931 – Tod der Schwester Sylvia

 

Um 1930/31 - Umzug in die südliche Steiermark, um die Weingüter der Familie zu bewirtschaften

 

1932-02 - aus gesundheitlichen Gründen vorübergehend Verzicht auf Weinbergsarbeit und Aufenthalt in Ptuj

 

1932 – mit einer Reihe von unverkäuflichen Plastiken Ausstellungsbeteiligung zusammen mit Jan Oeltjen, ihrem Schwager Otto Trubel sowie Karl Jirak und Leopold Wallner im Realgymnasium von Ptuj

 

1933 – Italienreise (Ischia)

 

1934-02 – Maskenfest des Sportklubs in Ptuj mit Ausstattung von Jan: „Den Höhepunkt des Abends bot ein altägyptischer Tanz, ausgeführt von der Frau des Künstlers“ (Zeitungsbericht, Germanisches Nationalmuseum, Bestand 487 IB 30)

 

1934-08 - Reise (ohne Jan) an die jugoslawische Adria (u. a. Rab und Hvar)

 

1935 – Ausstellungsbeteiligung mit Pastellbildern von der dalmatinischen Küste und einer Reihe von Plastiken zusammen mit Jan im Jakopic-Pavillon der Nationalgalerie in Ljubljana: „So geschieht es, daß im Herzen Sloweniens die Kunst der beiden Oeltjen gezeigt wird, denn die Nationalgalerie fand, daß sie, wenn auch selbst nicht slawische Künstler, der slowenischen heimischen Kunst am nächsten verwandt sind.“ (Zeitungsbericht, Germanisches Nationalmuseum, Bestand 487 IB 30)

 

1936 – Reise nach Berlin zum Besuch der Olympischen Spiele

 

1937-12 - Elsas Gemälde "Mädchen mit Puppe", 1929 vom Oldenburger Landesmuseum für 400 Mark angekauft, wird neben 102 Arbeiten anderer Künstler als "Entartete Kunst" aus dem Museumsbestand entfernt

 

1940 – Tod der Mutter

 

1940-10 – Ausstellungsbeteiligung an der „Herbstausstellung deutscher Maler Sloweniens“ in der Gambrinus-Halle, Maribor

 

1940-11 – 1941-03 - mehrmonatig bettlägerig mit schwerer Furunkulose

 

1941-04-01 - Flucht nach Graz vor antideutschen Demonstrationen und Aktionen nach dem Militärputsch in Jugoslawien, Zerstörung des Weinkellers und der Ateliers

 

1942-10 – beabsichtigte Aufnahme lithographischer Arbeiten

 

1943 – Ankauf einer Plastik und mehrerer Handzeichnungen durch die Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum in Graz

 

1943-10 – Einquartierung von 100 Soldaten im zweiten Weingartenhaus. „Meine Frau hat ja immer wieder recht viel machen können – Darstellungen der bäuerlichen Tätigkeit – doch die Hauswirtschaft, die wir seit langem allein bewältigen müssen, zwingt immer wieder zu langen Pausen,so dass nichts Fertiges zu stande kommt.“

(Brief von Jan Oeltjen an Adolf Schinnerer vom 11.11.1943, Germanisches Nationalmuseum, Bestand 487 II C 16)

 

1944-02 – Kampfhandlungen nähern sich bis auf wenige Kilometer

 

1944-04 – der gesundheitlich angeschlagene Zustand von Elsa zwingt ihren Mann, eine Reise abzusagen, da er “sie nicht allein lassen kann“.

 

1944-05 – gesundheitlich kaum Besserung, weil eine notwendige Diät nicht möglich ist; Operation bevorstehend

 

1944-08 – nach Plünderungen in der Nachbarschaft teilweise Auslagerung des beweglichen Besitzes nach Graz

 

1944-09 – gesundheitliche Beschwerden führen Ende November zu einer „bevorstehenden Behandlung“

 

1944-12-05 – Tod in Vareja nach einer Lungenentzündung: „einige Tage dauerte es nur und dann war Alles zu Ende...“

(Brief von Jan Oeltjen an Adolf Schinnerer vom 2.7.1948, Germanisches Nationalmuseum, Bestand 487 II C 16)

 

 

 

 

 

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